Kennst du das auch, dass du im Supermarkt zwar genau die Preise vergleichst, aber an der Kasse dann trotzdem erschrickst, was die paar Sachen wieder kosten? In der U-Bahn hältst du Ausschau nach Kontrolleur:innen, weil du die 2,80 € für die Fahrt in die Innenstadt lieber für was Sinnvolleres ausgeben willst? Eigentlich brauchst du mal wieder ein paar neue Klamotten, aber das Auto muss diesen Monat noch in die Werkstatt, um über den TÜV zu kommen? Am Ende des Monats schläfst du schlecht, weil du schon wieder im Dispo bist und nicht weißt, ob du die Miete rechtzeitig zahlen kannst? Bei diesen Spritpreisen lohnt es sich schon fast nicht mehr, in die Arbeit zu fahren und an die Nebenkostenabrechnung für dieses Jahr willst du garnicht erst denken…
Die Preise steigen, doch die Löhne bleiben gleich
Wir sind abhängig von unserem Arbeitsplatz und dem Lohn, den wir dort bekommen. Doch was, wenn dieser nicht mehr ausreicht? Die letzten Lohnsteigerungen decken nicht einmal die Inflationsrate ab und wer es jetzt noch ganz gut über die Runden schafft, kann sich trotzdem nichts so richtig fürs Alter zurücklegen. Durch die steigenden Preise in allen Lebensbereichen sind wir ständig gezwungen Abstriche zu machen. Die Situation ist jetzt schon kaum tragbar und wird sich noch weiter verschärfen.
Wie bei jeder anderen Krise zuvor können wir es auch jetzt beim Krieg in der Ukraine wieder sehen: Während die Regierung mal eben Milliarden für Waffen und Aufrüstung ausgeben will, sollen wir an der Tanke und im Supermarkt die Rechnung zahlen. Das Geld ist schon da, es ist nur falsch verteilt.
Die Probleme unserer Zeit sind systemisch
Der Kapitalismus beruht darauf, dass Wenige sehr viel und alle Anderen vergleichsweise wenig haben. Zur Steigerung des Profits der Super-Reichen werden die Umwelt ausgeplündert und Kriege geführt. Es werden ganze Belegschaften entlassen, wenn Produktionsstandorte verlagert werden und die Quittung für ihre Lebensmittelspekulationen bekommen wir mit jeden Kassenzettel vorgelegt. Zur Steigerung der Rendite werden die Preise angehoben und die Löhne gedrückt.
Vor über 100 Jahren wurde bereits gegen ähnliche Zustände gekämpft. Daraus entstand der 1. Mai, der Kampftag der Arbeiter:innenklasse, und auch heute müssen wir weiter für unsere Interessen als Beschäftige kämpfen, wenn wir aus dieser Abwärtsspirale ausbrechen wollen.
Ohne Druck von unten wir sich nichts verändern
Es fängt schon bei alltäglichem Auseinandersetzungen zu Überstundenregelungen oder einer neuen Kaffeemaschine für den Pausenraum an, dass wir unseren Chefs und Vorgesetzten alles mühevoll abringen müssen, und wir nichts geschenkt bekommen. Gegen den Leistungsdruck von oben und dagegen, dass wir vereinzelt und zueinander in Konkurrenz gestellt werden, müssen wir uns solidarisch und kollektiv von unten organisieren, um eine Gegenmacht aufzubauen.
Nur wenn wir uns gemeinsam organisieren und zusammen in allen Branchen streiken, können wir auf gesamtgesellschaftlicher Ebene etwas bewirken. Dabei müssen wir auch politische und betriebliche Themen zusammenführen, wozu es beispielsweise in der aktuellen Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst mit dem Streiktag am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, einen ersten Ansatz gab.
Alle arbeitsrechtlichen Errungenschaften des letzten Jahrhunderts, wie der 8-Stunden Tag, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder der freie Samstag wurden von den Kolleg:innen vor uns gegen den Willen der Obrigkeit erkämpft. Es liegt nun an uns dies zu verteidigen, um dann weitere Schritte nach vorne zu kommen.
Wir müssen uns zusammenschließen. In den Betrieben. Auf der Straße. Gegen die Herrschenden.
Für eine Zukunft ohne Ausbeutung, Gewalt und Krisen!
Heraus zum 1. Mai! Hinein in den klassenkämpferischen Block auf auf der DGB-Demo! Kommt um 9:30 Uhr auf den Festplatz beim Kongeresszentrum!


















































