Aufruf

Kämpfe vereinen!

Für eine lebenswerte Zukunft jenseits des Kapitalismus!

Am 1. Mai gehen weltweit Arbeiter*innen auf die Straße, um gemeinsam für ihre Interessen und damit eine bessere Welt zu kämpfen. Lasst uns diesen Tag nutzen, um geschlossen unsere linken Kämpfe in Karlsruhe zusammenzuführen und in einem starken antikapitalistischen Block auf der 1. Mai-Demonstration in die Öffentlichkeit zu tragen.

Gerade jetzt ist es wichtiger denn je sich zu organisieren und für eine lebenswerte Zukunft für Alle zu streiten. Deswegen wehren wir uns gemeinsam gegen den Mietenwahnsinn und kämpfen gegen die Immobilienkonzerne von Deutsche Wohnen & Co. Wir kämpfen mit den Beschäftigten im Krankenhaus und der Pflege gegen den Pflegenotstand. Wir gehen gegen das Hartz IV-Unrechtssystem auf die Straße. Wenn die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter*innen und Beschäftigten streiken, sind wir Teil davon und unterstützen sie im Kampf gegen niedrige Löhne und miese Arbeitsbedingungen. Wir sind Teil der Klimaproteste und besetzen das Karlsruher Kohlekraftwerk am Rheinhafen, blockieren Castor-Transporte auf dem Neckar und streiken mit den Schüler*innen und Studierenden. Wir gehen gegen Nazis und Rassist*innen auf die Straße, egal ob in Kandel, Pforzheim oder in Form der AfD. Wir wehren uns in Karlsruhe gegen die Unterdrückung der Frau wie durch §219a. Wir gehen gegen Krieg und Militarisierung auf die Straße – beim Ostermarsch, bei Propagandaveranstaltungen der Bundeswehr, beim türkischen Angriffskrieg gegen Kurdistan. Wir wehren uns gegen die Etablierung eines Polizei- und Sicherheitsstaates. Wir sind Teil der Seebrücken-Bewegung und haben Karlsruhe zum sicheren Hafen gemacht. Wir – das sind Schüler*innen, Azubis, Studierende, Arbeiter*innen, Erwerbslose, Rentner*innen. Wir sind Teil von vielfältigen Kämpfen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Ausgrenzung. Wir sind nicht bereit, unser Schicksal widerstandslos dem Staat und Konzernen zu überlassen. Wir lassen uns nicht ausbremsen oder gegeneinander ausspielen.

Stattdessen wollen wir unsere Kämpfe verbinden und zusammenführen, denn all diese Probleme und Widersprüche lassen sich nicht innerhalb der kapitalisitischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung lösen. Für die Profite der Herrschenden in diesem System müssen Milliarden Menschen in Armut leben, die Umwelt wird zerstört und auf der ganzen Welt werden Kriege geführt. Um die Probleme zu lösen, braucht es einen revolutionären Bruch mit den bestehenden Verhältnissen. Eine lebenswerte Zukunft für alle kann nur jenseits des Kapitalismus erreicht werden.

Die Angst der Herrschenden vor einer geschlossen kämpfenden Bewegung der Ausgebeuteten gegen den Kapitalismus ist spürbar. Wir erleben, wie die herrschende Klasse mit allen Mitteln versucht, ihre Macht zu sichern: Verschärfte Polizeigesetze und die Kriminalisierung fortschrittlicher Bewegungen sind Beispiele dafür genauso wie die Einschränkung der Rechte von Minderheiten. Gleichzeitig versuchen sie uns mit symbolischen Zugeständnissen wie in der Pflege, bei der Rente, durch die Kohlekommission, bei §219a und vielem mehr zu beschwichtigen oder versuchen unsere Wut auf die herrschenden Verhältnisse auf Migrant*innen und Geflüchtete zu lenken. Das lassen wir nicht zu. Wir kämpfen gemeinsam – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Glauben und Einkommen.

Der Glaube an eine bessere Gesellschaft und die Bereitschaft, gemeinsam und solidarisch für diese zu kämpfen sind erfüllender als jegliche Glücksversprechen des Kapitalismus. Eine Gesellschaft, die von Menschen geschaffen wurde, kann auch von Menschen wieder abgeschafft und durch eine gerechtere ersetzt werden. Doch Wahlen und Reformismus alleine werden nicht ausreichen, um den Kapitalismus zu überwinden. Nur wenn wir uns selbst organisieren, können wir eine lebenswerte Zukunft erkämpfen.

Deshalb fordern wir euch auf aktiv zu werden: Schließt euch uns an.

Kämpft gemeinsam mit uns. Zusammen können wir diese Welt verändern.

Nieder mit dem Kapitalismus – für eine Welt jenseits von Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg!

Deshalb heraus zum 1. Mai – hinein in den antikapitalistischen Block!

Auftakt um: 10:00 Uhr, Marktplatz